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Helfer künftig unter einem Dach

EBERSBACH - Feuerwehr und Polizei werden in Ebersbach unter einem Dach sein. Der Gemeinderatsausschuss hat nun grünes Licht für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses an der Kanalstraße gegeben.

Es ist ein "historischer Baubeschluss", finden Walter Hertle und Brigitte Kreisinger. Weniger die Euphorie über das Projekt, für das der Ebersbacher Ausschuss für Technik und Umwelt grünes Licht gegeben hat, gab Anlass zu dieser Äußerung. Vielmehr sind es die Umstände, die den Beschluss zum Bau des Feuerwehrgerätehauses an der Kanalstraße begleiten.

"Für mich ist es eine tolle Leistung, wenn eine Kommune heute noch versucht, so ein Projekt hinzubekommen", meint Walter Hertle (Freie Wähler). Angesichts der klammen Kassenlage und voraussichtlich 30 Millionen Euro Schulden im Jahr 2014 "kann es einem schon ein bisschen schwindelig werden", konnte die CDU-Fraktionsvorsitzende Brigitte Kreisinger ein gewisses Unbehagen nicht verbergen. "Als Unternehmer würde ich in so einer Situation die Bremse reinhauen, aber als Kommune haben wir in dieser Wirtschaftskrise eine besondere Verantwortung."

4,038 Millionen Euro investiert die Stadt in das neue Gebäude, das nun auch den Polizeiposten beherbergen soll und damit rund eine halbe Million teurer wird. Allerdings sollen sich die Mehrkosten weitgehend refinanzieren. Mit dem Land wird ein Mietvertrag auf zehn Jahre abgeschlossen mit einer Verlängerungsoption von zwei mal fünf Jahren. Bei einer Mietdauer von 20 Jahren würden die Einnahmen von rund 760 000 Euro die Ausgaben deutlich übersteigen, rechnete Kämmerer Helmut Roth den Stadträten vor. Bei einem früheren Ausstieg aus dem Mietverhältnis sei eine einmalige Entschädigungszahlung vereinbart.

Dennoch verbergen sich im Finanzierungskonzept Risiken, was für eine längere Diskussion im Gremium sorgte. Lediglich die Landesförderung von 420 000 Euro hat die Kommune bereits sicher in der Tasche. Ein dickes Fragezeichen steht allerdings noch hinter der beantragten Förderung aus dem Ausgleichstock. 800 000 Euro hat Helmut Roth einkalkuliert. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass die Mittel aus dem Finanzierungstopf für finanzschwache Kommunen nicht in voller Höhe fließen, meint der Finanzchef der Stadt. In diesem Fall benötige man einen Kredit, erklärte Roth auf Nachfrage von Helmuth Effenberger (CDU). Allerdings sieht der Kämmerer keine Alternative zur vorliegenden Planung: "Ohne die Polizei wirds für die Stadt deutlich teurer als unser Anteil von 3,5 Millionen."

Die Architekten Autenrieth und Jargon aus Eislingen sowie Oliver Hofmann aus Ebersbach haben entlang der Kanalstraße ein zweigeschossiges, lang gestrecktes Gebäude geplant. Im Erdgeschoss sind in West-Ost-Richtung die Polizeigarage, Kleiderkammern, Umkleideräume sowie die Kommandantenbüros, Bereitschaftsraum, Einsatzzentrale, Fahrzeughalle und Werkstatt angeordnet. Im Obergeschoss befinden sich in getrennt zugänglichen Bereichen die Räume der Polizei sowie der Jugendfeuerwehr, der Minis sowie ein zentral zwischen Bürotrakt und Fahrzeughalle quer angeordneter Saal, der sich durch einen verglasten Vorsprung an der Außenfassade widerspiegelt.

Insgesamt stieß die Planung auf das Wohlwollen der Stadträte. Beim Dach allerdings müssen die Architekten nachbessern. Das leicht geneigte Flachdach stieß bei Paul Rösch (CDU) und Hans-Peter Goblirsch (SPD) auf wenig Gegenliebe. "So kann ich nicht zustimmen", erklärte Rösch mit Verweis auf einschlägige Erfahrungen mit älteren Gebäuden in Ebersbach. Obwohl die Planer diese Zweifel nicht teilen - "wir kriegen das dicht" - beschlossen die Bürgervertreter, dass die Planung überarbeitet werden soll. Gewünscht werden mehr Dachneigung und ein -vorsprung.

Das Gremium beschloss weiter, das Vorhaben beschränkt in der Region auszuschreiben.

Quelle: 05.02.2010, Neue Württembergische Zeitung (NWZ), KARIN TUTAS

 
 
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