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Großbrand in Büchenbronn

Am Donnerstag den 29.04.2010 um ca. 7.00 Uhr stand eine riesige Rauchsäule über dem Anwesen Dimido in der Schorndorferstraße. in Büchenbronn.
Mehrere Nachbarn meldeten fast zeitgleich den angehenden Brand der Leitstelle Göppingen.
Vom Abteilungskommandanten wurde um 7.02 Uhr die Leitstelle Göppingen angewiesen, sofort den Alarm mit Sirene für die Abteilung Büchenbronn/Krapfenreut und Vollalarm für die Abteilung Ebersbach/Sulpach abzusetzen.
Feuerwehrleute der Abt. Büchenbronn/Krapfenreut fingen sofort mit dem Löschaufbau an und weckten parallel den noch schlafenden Hausbesitzer. Zu diesem Zeitpunkt waren nur vereinzelt Flammen aus dem dicken Qualm zu erkennen.
Als der Löschaufbau abgeschlossen war, entzündeten die heissen Brandgase das Feuer und der ganze Lagerschuppen stand komplett auf der ganzen Länge mit einem Schlag im Vollbrand dessen Flammensäule über 30 m in die Höhe ragte.
Sofort war absehbar, daß ein benachbarter Schuppen in Gefahr war.
Extremer noch war, dass das Feuer auf das Wohnhaus übergreifen könnte. Nur durch das rasche, gezielte Eingreifen der ortsansässigen Wehr, konnte unter größtmöglicher Anstrengung eine Vernichtung des ehemaligen Gasthauses Hirsch, sowie den direkt danebenliegenden beiden Anwesen an der Südwestseite verhindert werden.
Durch die extrem hohe Hitzeinwirkung wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt und mussten behandelt werden.
Bis zum Eintreffen der Löschgruppe Krapfenreut, um ca. 7.08 Uhr hatte die Löschgruppe
Büchenbronn bereits ein B-Rohr und ein C-Rohr zum Abschirmen des Wohnhauses, sowie ein C-Rohr zur Brandbekämpfung und Abschirmung des Nachbarschuppen im Einsatz.
Die Löschgruppe Krapfenreut bereitete von der Südwestseite die Wasserversorgung für das herannahenden 1. Fahrzeug aus Ebersbach vor, so dass dieses ohne Zeitverzögerung sofort mit den Löscharbeiten beginnen konnte.
Das 2. Fahrzeug aus Ebersbach unterstützte die Löscharbeiten von der Nordseite.
Die Mannschaft des 3. Fahrzeug unterstützte die Einsatzkräfte vor Ort und blieb in Bereitschaft.
Die Abt. Bünzwangen unterstützte die Brandbekämpfung von Südwesten her.
Da bei einem größeren Brand automatisch die Freiwillige Feuerwehr Göppingen mit drei Mann und der Drehleiter alarmiert wird, war diese vor Ort als das Feuer bereits unter Kontrolle war.
Mein Dank gilt den Freiwilligen Feuerwehren aus Ebersbach/Sulpach, Bünzwangen, den freiwilligen Helfern aus Göppingen, dem Roten Kreuz, den Maltesern und dem Wasserwerk
Ebersbach welches uns mit ausreichend Löschwasser versorgte.

Einen besonderen Dank möchte ich den Kameraden der Abt. Büchenbronn/Krapfenreut sowie einem freiwilligen Helfer aussprechen, die mit ihrem schnellen selbstlosen Eingreifen in höchster Gefahr ein Inferno verhindern konnten.


Rolf Wiedmann,
Abteilungskommandant Büchenbronn/Krapenreut




Fazit:
Teilortwehren wie Büchenbronn/Krapfenreut sind für Städte wie Ebersbach unverzichtbar. Hier noch eine Zusammenfassung der Einsatzzeiten. Alarm wurde um 7.02 Uhr ausgelöst. Das erste Fahrzeug aus Ebersbach war aufgrund der Entfernung zu Büchenbronn (die Straße wurde zwar ausgebaut, die Länge der Strecke und der Höhenunterschied zu Büchenbronn hat sich deshalb aber nicht verändert) erst um 7.13 Uhr vor Ort.
Die Kameraden aus Büchenbronn/Krapfenreut hatten zu dieser Zeit bereits ein B-Rohr und zwei C-Rohre zur Sicherung des Wohnhauses und der angrenzenden beiden anderen Wohnhäuser auf der Südseite, sowie einer neu erbauten Lagerscheuer an der Nordseite in Stellung gebracht. Bei diesem Einsatzort handelte es sich um „Alt-Büchenbronn“ d.h., dass an dieser Stelle die Wohnhäuser sehr nah aufeinander gebaut sind. Nicht auszudenken, welches Schreckenszenario sich geboten hätte, wenn es in Büchenbronn (sowie auch in anderen kleinen Teilorten) keine Feuerwehr geben würde.
Untersuchungen die an Feuerwehrschulen und anderen Institutionen in ganz Europa gemacht wurden, kamen zu folgendem Ergebnis:
Die ersten Minuten nach Ausbruch eines solchen Brandes sind entscheidend. Man kann zwar das direkt betroffene Gebäude (in diesem Falle die ehem. Scheuer mit sehr hoher Brandlast) nicht mehr „retten“, aber die angrenzenden Gebäude, im Fall Büchenbronn 2 Wohnhäuser und eine Lagerscheuer, durch gezielte und „schnell“ aufgebaute Riegelstellungen vor größeren Schäden bewahren.
Auch ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Kameraden die an diesem „schwierigen“ Einsatz beteiligt waren sehr herzlich bedanken.

Peter Fritz
2. Stellv. Kommandant

Quelle: 07.05.2010, Ebersbacher Stadtblatt, Rolf Wiedmann / Peter Fritz

 
 
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