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Minis mit großer Euphorie

EBERSBACH - Frauen oder Jugendliche bei der Freiwilligen Feuerwehr sind keine Seltenheit mehr. Mit der Minifeuerwehr in Ebersbach beschreitet Saskia Kümmerle jedoch kreisweit neue Wege in der Brandschutzerziehung.

Bereits seit zwei Jahren besteht die jüngste Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Ebersbach, bei der Kinder zwischen sieben und zehn Jahren groß rauskommen. Die "Minis" sind quasi die Vorstufe zur Jugendfeuerwehr, zu der anschließend der Nachwuchs nahtlos überwechseln kann. Die Idee, Mädchen und Jungen im Grundschulalter das Bewusstsein in Bezug auf Feuer, Notlagen und andere Gefahren auf längere Sicht zu schärfen, schwirrte Saskia Kümmerle längst im Kopf herum. "Ob beim Schülerferienprogramm oder bei sonstigen Veranstaltungen - diese Schnuppertage kommen bei den Kindern zwar stets super gut an, allerdings sind die natürlich nur auf ein paar Stunden begrenzt", weiß die 29-Jährige, die wie ihr Ehemann Frank zweifelsfrei den "Retten-Löschen-Bergen-Schützen-Virus" in sich trägt.

Schon während ihrer Schulzeit überaus engagiert in der DLRG, trat sie überdies mit 16 bei der hiesigen Jugendfeuerwehr ein und ist seitdem mit neun weiteren Geschlechtsgenossinnen aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Letztendlich war es der Artikel einer Elternzeitschrift über ein Floriansdorf mit 16 verschiedenen Häusern, der die tatkräftige Krankenschwester endgültig dazu veranlasste, auch in ihrer Heimatstadt eine Minifeuerwehr ins Leben zu rufen. Wenn das Zentrum für Sicherheitserziehung und Aufklärung dank Krankenhaus, Polizeistation oder Feuerwache bei den wissbegierigen Sprösslingen bestens ankommt, könnte dies in abgespeckter Form gleichfalls hier funktionieren.

"Du bist ja verrückt", war die erste Reaktion des Kommandanten Markus Bechtle, und dessen Stellvertreter zeigte sich zumindest anfangs nicht sonderlich begeistert, als Saskia Kümmerle von ihrem Wunsch erzählte. "Das hat mich aber nicht entmutigt", meint die junge Frau lachend und dachte sich "jetzt erst recht". Voller Motivation nebst erfreulicher Unterstützung von Olaf Nutsch, nahm sie Kontakt mit den hilfsbereiten Kollegen im hessischen Praunheim auf, die bereits vor 17 Jahren den innovativen Weg der Minifeuerwehr eingeschlagen hatten. Gespickt mit allen wichtigen Informationen zur Neugründung, nahm ihr der Kommandant das Versprechen ab, sich vorrangig um die "Minis" zu kümmern. Ihr nächster Schritt war der Gang zum Rathaus. "Zum Glück war Bürgermeister Edgar Wolff ganz begeistert von meiner Idee", strahlt die Mutter von Jannik (5), Fabian (3) und Lars (1) noch heute über das schnelle Ja des ehemaligen Schultes.

Spickten gleich zu Beginn zehn Jungen und Mädchen rein, treffen sich zwei Jahre nach Gründung rund 17 Kinder im 14-tägigen Rhythmus und haben somit genügend Zeit, sich in einzelnen Bereichen viel intensiver auf das Thema Brandschutzerziehung einzulassen: das kleine Einmaleins der Ersten Hilfe, Verhalten beim Brand sowie harmloseren Unfällen, Notrufabsetzung, Ausrüstung der Feuerwehr, aber auch überlegtes Handeln und Selbstschutz bei Gefahrensituationen. "Neben der sinnvollen Freizeitbeschäftigung und Pflege der Kamerad- und Hilfsbereitschaft bleibt noch genügend Raum zur Selbstentfaltung und die Möglichkeit, spielerisch an das soziale Engagement herangeführt zu werden", freut sich die Miniwartin Saskia Kümmerle.

Quelle: 09.06.2010, Neue Württembergische Zeitung (NWZ), SABINE ACKERMANN

 
 
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